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Solidarität in der Krise – SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder spendet der Tafel Lingen Corona-Schutzmasken

18. September 2020

v.l.n.r.: Edeltraut Graeßner, Dr. Daniela De Ridder, Maria Dühnen, Foto SPD

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder spendet der Tafel Lingen Corona-Schutzmasken und nutzt den Besuch zum Gespräch mit den Verantwortlichen Edeltraut Graeßner und Maria Dühnen. Im Fokus standen dabei die wachsenden Herausforderungen für die Tafel während der Corona-Pandemie. De Ridder würdigt das Engagement ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer und sagt der Tafel auch in Zukunft ihre Unterstützung zu.

„Die Tafeln dienen nicht nur der Entlastung sozial schwacher Menschen, sondern geben auch durch das Erlebnis von Gemeinschaft und Solidarität Kraft. Dieser Unterstützung bedarf es auch deshalb, weil der Alltag so leichter zu bewältigen ist. Das Angebot der Tafel Lingen ermöglicht es Bedürftigen sich trotz eines begrenzten Budgets gesund zu ernähren und ist darüber hinaus ein wichtiger Anlaufpunkt, um soziale Kontakte zu pflegen. Dass sich diese Begegnungen während der Corona-Krise deutlich verändert haben, weil wir die Verhaltensregeln des ‘Social Distancings’ lernen müssen, stellt für die Tafeln eine besondere Herausforderung dar”, unterstreicht Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Um sich über die besonderen Herausforderungen während der Corona-Krise zu informieren, nahm die  SPD-Politikerin ihren Besuch zum Anlass, um mit der Vorsitzenden Edeltraut Graeßner und ihrer Stellvertreterin Maria Dühnen ins Gespräch zu kommen. Zu Beginn der Corona-Zeit sei es zu Hamsterkäufen gekommen, die gerade die Tafel vor besondere Schwierigkeiten gestellt haben, berichtete Graeßner: Viele preiswertere Lebensmittel seien recht schnell ausverkauft gewesen und standen den KundInnen der Tafeln damit nicht mehr ausreichend zur Verfügung. Besonders betroffen seien hierbei lang haltbare Waren wie Nudeln, Mehl, Reis oder Konserven gewesen. Hinzu kam, dass viele ältere freiwillige Helferinnen und Helfer aus Sorge um ihre Gesundheit nicht mehr hätten eingesetzt werden können. Gleiches galt für ältere oder vorerkrankte Kundinnen und Kunden, die als Ersatz den Bringdienst der Tafel in Anspruch nehmen konnten. Es kamen auch neue KundInnen dazu, die in Folge der Pandemie ihren Arbeitsplatz verloren haben oder in Kurzarbeit sind.

Auffallend positiv sei die große Solidarität in der Bevölkerung gewesen, freut sich Maria Dühnen. So habe die Tafel während der ersten Wochen oft Spenden und Anfragen von Menschen erhalten, die sich gerne engagieren wollen. Bedingt durch die Corona-Pandemie und die daraus resultierenden Schließungen in der Gastronomie gab es aus diesen Berufszweigen vielfach auch einen deutlichen Zuwachs an ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern – einen Anstieg an Unterstützung für die Tafel, die in der größten Not für Entlastung sorgen konnte und für die man am Langschmidtsweg sehr dankbar ist. Die hohe Belastung durch die Corona-Krise zeige auch, so Dühnen, wie wichtig auch der echte gesellschaftliche Zusammenhalt sei. Trotz aller Unkenrufe mache es sie stolz, die große Hilfsbereitschaft zu erleben; dies stärke auch das ehrenamtliche Engagement.

Die Folgen der Corona-Pandemie, so warnte gleichwohl Edeltraut Graeßner, seien aber noch gar nicht auszumachen, denn neben einer gesundheitspolitischen Krise entwickele sich Pandemie immer mehr auch zur ökonomischen Belastung, die sich massiv auf die ohnehin ärmere Bevölkerung auszuwirken drohe. Insbesondere die Kosten für verknappte Lebensmittel oder Produkte des täglichen Bedarfs, bedingt etwa durch die Hamsterkäufe von Toilettenpapier zu Beginn der Krise, seien für die Tafelkundschaft besonders besorgniserregend. Die gesundheitliche Vorsorge, wie etwa der Einkauf von Schutzmasken und Desinfektionsmitteln, wiederum belaste zusätzlich die ohnehin nur knappen Finanzmittel der Betroffenen. Die Aktualisierung der Berechnung der Warenkörbe, die für die Sozialhilfeberechnung zugrunde gelegt werden müssten, sei daher dringend erforderlich. Besorgniserregend sei ebenfalls die Gefahr einer weiteren Erkrankungswelle, auf die sich die Tafel Lingen sorgfältig vorzubereiten versucht. Die Schutzmasken, die De Ridder überreichen konnte, seien daher auch eine willkommene Spende. 

„Um die Arbeit der Lingener Tafel und ihrer ehrenamtlichen Helferinnen und Unterstützer zu würdigen und zu stärken, habe ich Einwegmasken übergeben. Eine weitere Ausbreitung der 2. Welle muss unbedingt verhindert werden; der Mund-Nasen-Schutz ist mit den Abstands- und Hygieneregeln erwiesenermaßen ein wichtiges Mittel im Infektionsschutz. Viele Hilfesuchende und Kundinnen sind jedoch durch die Maskenpflicht zusätzlich finanziell unter Druck geraten. Die Tafeln leben von der Solidarität der Bürgerinnen und Bürger, wie sie sich in der Krise gezeigt hat. Dieses Engagement ist auch in Zukunft nötig, um die wirtschaftlichen Folgen der Krise auch weiterhin abwehren zu können. Daher rufe ich dazu auf, die Tafel weiter so großartig zu unterstützen: sei es mit dringend benötigten Spenden oder durch das eigene Engagement“, betonte De Ridder.

Die Tafel Lingen arbeitet ehrenamtlich und freut sich über jede Spende. Die Bankverbindung lautet: Sparkasse Emsland, IBAN: DE40266500011043000999

Weitere Informationen können Sie unter www.tafel-lingen.de finden.