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SPD besucht im Rahmen ihres Sommerprogramms die SONAC in Lingen-Brögbern

8. September 2015

Foto: © SPD / Natalie Baisakow

Foto: © SPD / Natalie Baisakow

Der Werksleiter Tino Linke begrüßte die Teilnehmer auf dem Werksgelände an der Ulanenstraße.

Er stellte die 1918 gegründete Firma, die im Volksmund besser unter den Namen „Fleischmehlfabrik“ bekannt ist vor. Hauptgeschäftsfeld der Sonac Lingen GmbH ist die Verarbeitung von Schlachtnebenprodukten der Schlachtindustrie wie Schweine- und Hühnerschlachtreste zu Einzeltierfutter für die Futterindustrie oder Zulieferung für Technische Zwecke (Biodiesel).

Weiterhin befindet sich an dem Standort die Rendac Lingen GmbH, die vertraglich mit dem Landkreis Emsland für die Entsorgung der gesamten Tierkadaver im Emsland zuständig ist. Diese werden allerdings durch die Rednac in Brögbern nur umgeschlagen und zur Verarbeitung nach Belm-Icker gebracht.

Die SONAC gehört zur Darling Ingredients International die in Europa, Südamerika und China ihre Produktionsstandorte haben. Diese ehemalige Vion Ingredients ist von der amerikanischen Firma „Darling Ingredients“ aufgekauft worden, die jetzt weltweit agieren kann.

Zurzeit arbeiten bei der SONAC 58 Mitarbeiter, die in einem 3-Schicht-Betrieb ca. 193000 t Schlachtnebenprodukte im Jahr verarbeiten. Aktuell hat die Sonac einen Antrag auf Kapazitätserweiterung um 25% auf 250000 t gestellt. Laut diesem Antrag wird die Firma umfangreiche Investitionen (ca. 3,5 Millionen Euro) für den Umbau in die Hand nehmen.

Das Umladen der Kadaver durch die Firma Rendac soll ganz wegfallen. Dann findet das Einsammeln der Kadaver mit neuen Fahrzeugen in geschlossenen gasdichten Container statt, die dann nach Belm-Icker transportiert werden. Dadurch wird es keine mögliche Geruchs- und Lärmbelästigungen durch die Umladehalle mehr geben.

Durch die Erweiterung der Dampferzeugung, werden die zurzeit in die Bio-filter geleitete inerten Gase (nicht kondensierbare Gase und zugleich die Hauptgeruchsträger), und weitere stark Geruchsbelastete Ablüfte in der Gasverbrennung direkt mit verbrannt, sodass wie bei einer normalen Gasverbrennung geruchsfreie Abgase entstehen.

Für die neue Anlage wird auch ein höherer Schornstein benötigt, dieser wird von 15 Meter auf 23 Meter erhöht. Des Weiteren werden viele Produktionsteile ausgetauscht, die nach heutigen Maßstäben weniger Lärm erzeugen. Wir hoffen, dass die vorgestellten Maßnahmen für die Brögberner Bürger, besonders im Tannenkamp und der Hannoveraner-Siedlung eine große Entlastung bewirken.

Bei der abschließenden Besichtigung der einzelnen Produktionshallen konnte man einen Eindruck gewinnen über die Abreisabläufe und ihre unterschiedlichen Geruchsbelastungen.

Wolfgang Talle bedankt sich im Namen der SPD-Ortsvereine für den Einblick in die Betriebsabläufe der SONAC in Lingen-Brögbern.

 

Beim Foto bitte angeben: Foto: © SPD / Natalie Baisakow