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Ziele fehlen: Familien stehen im Regen

6. Juni 2017

Beschluss für zusätzliche Kindergartenbetreuungsplätze noch vor den Sommerferien.

Situation in Brögbern: Noch vor der Renovierung des Kindergartens, hat die SPD-Brögbern darauf hingewiesen, dass nur ein funktionaler Neubau (Zweigeschossig) für Brögbern in Frage kommt. Da sich die Zahl der Kindergartenkinder und Krippenkinder in den Jahren erhöhen wird. Auch damit an einem Standort dann eine vernünftige Erweiterung stattfinden kann. Aber diese Ideen und Worte sind bei unseren Kollegen im Ortsrat, bei der Verwaltung in Lingen und er Kirchengemeinde auf taube Ohren gestoßen. Heute ist man verwundert, dass der Platz nicht reicht. Noch im letzten Jahr haben wir den OB Dieter Krone gebeten frühzeitig eine Lösung für Brögbern zu finden. Jetzt kommt sie. Eine Übergangsgruppe (Krippe) zieht ins Alte Lehrerhaus an der Duisenburgerstraße. Das Haus wird bis Ende Juli hergerichtet und die Krippe kann zum 15.08.2017 mit ihrer Arbeit beginnen.

Verwundert ist die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Lingen über die Forderung der CDU-Stadtratsfraktion, schnellst möglich zusätzliche Kindergartenplätze zu schaffen. Dabei hatte die SPD bereits in der Haushaltsdebatte darauf hingewiesen, dass der Anteil der Kinderbetreuungsplätze rückläufig ist und akuter Handlungsbedarf besteht.

Die Forderung der SPD-Fraktion, im Haushalt der Stadt Lingen für die Kindergartenplätze ein Ausbauziel für die nächsten drei oder vier Jahre zu setzen, wurde noch im April abgelehnt. „Sich jetzt als Macher darzustellen“, so das SPD-Mitglied im Jugendhilfeausschuss, Susanne Janßen, „ist scheinheilig.“ Die CDU sollte gegenüber den Lingener Familien den Mut haben einfach zuzugeben, dass sie die Entwicklung falsch eingeschätzt oder noch ehrlicher gesagt verschlafen hat. „Diese Offenheit ist keine Schande, sondern dient der Glaubwürdigkeit der örtlichen Politik“, erklärte die SPD-Fraktion in einer Pressemitteilung. „Ärgerlich ist nur, dass die betroffenen Familien darunter leiden“.

Die SPD-Fraktion plädiert für zusätzliche Kinderbetreuungsplätze in städtischer Trägerschaft. Wer jetzt ein klares Ziel für die nächsten Jahre vorgibt, hat auch die Chance entsprechende Fachkräfte anzuwerben, weil sie in Lingen eine Zukunft sehen. Denn nur Betreuungsplätze durch eine bauliche Maßnahme zu schaffen, ohne von Anfang an die Fachkräfte mit einzuplanen, ist nicht mehr zeitgemäß.

Obwohl eine schnelle Entscheidung im Sinne der Familie getroffen werden muss, will die CDU erst Anfang September im Ausschuss entscheiden. Die SPD hätte erwartet, dass noch vor den Sommerferien der Jugendhilfeausschuss in einer Sondersitzung die Verwaltung zum Handeln beauftragen sollte.