SPD beantragt Planung einer neuen Tennishalle in Lingen

13. Mai 2026

Die SPD-Stadtratsfraktion Lingen setzt sich für die Planung und Errichtung einer neuen Tennishalle im Stadtgebiet ein. Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion für die nächste Sitzung des Rates der Stadt Lingen (Ems) eingebracht. Ziel ist es, auf die absehbaren Veränderungen bei den bestehenden Tennishallen frühzeitig zu reagieren und verlässliche Perspektiven für den Hallentennissport in Lingen zu schaffen.
Hintergrund sind die anstehende Schließung der sogenannten Schrader-Tennishalle sowie die unklare Zukunft der Tennishalle in Baccum. Perspektivisch stünden den Lingener Tennisvereinen dann nur noch die drei Hallenplätze an der Waldstraße zur Verfügung. Gerade für Jugendmannschaften und den regelmäßigen Trainingsbetrieb wäre dies deutlich zu wenig.
„Wir brauchen Planungssicherheit für die Tennisvereine in unserer Stadt“, erklärt Andreas Kröger, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion Lingen. „Wenn wir jetzt nicht mit der Planung beginnen, laufen wir sehenden Auges in eine Versorgungslücke hinein. Unser Antrag zielt darauf, ein tragfähiges Konzept zu erarbeiten, damit eine neue Tennishalle in den kommenden Jahren – 2027/2028 – realisiert werden kann.“
Die SPD-Fraktion schlägt vor, dass die Verwaltung dem Rat bis zum Haushaltsentwurf 2027 ein Realisierungskonzept vorlegt. Dieses soll unter anderem Standortvorschläge, die bauliche Ausgestaltung, eine Finanzierungs- und Zeitplanung sowie eine tragfähige Betreiberstruktur enthalten.

Aus Sicht der SPD soll die Halle vorrangig von einem örtlichen Tennisverein betrieben werden und allen Tennisvereinen der Stadt offenstehen. „Tennis ist längst ein fester Bestandteil des Breitensports in Lingen, kein elitärer Randbereich“, betont SPD-Ratsfrau Sandra Primke, Mitglied des Sportausschusses. „Gerade für Kinder und Jugendliche brauchen wir gute Trainingsbedingungen – auch im Winter. Wenn Hallenzeiten knapp sind, leidet zuerst der Nachwuchs. Das können und wollen wir uns in einer sportlichen Stadt wie Lingen nicht leisten.“
Auch Hermann-Otto Wiegmann, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion und Vorsitzender des Sportausschusses der Stadt Lingen (Ems), sieht dringenden Handlungsbedarf: „Die absehbare Schließung von Hallenkapazitäten betrifft nicht nur einzelne Vereine, sondern den gesamten Tennissport in Lingen. Wir dürfen nicht warten, bis die Not groß ist. Andere Kommunen, wie etwa Meppen mit dem Neubau einer Tennishalle in Esterfeld, sind hier bereits aktiv geworden. Lingen sollte diesen Entwicklungen nicht hinterherlaufen, sondern rechtzeitig eigene Lösungen auf den Weg bringen.“
Die SPD-Fraktion hebt hervor, dass der geplante Neubau im Zusammenhang mit den bereits vorgesehenen Investitionen in die Sportinfrastruktur zu sehen ist. „Die Stadt hat mit der außerschulischen Turnhalle im Haushalt 2026 ein klares Signal gesetzt“, so Kröger. „Jetzt geht es darum, den Tennissport mitzudenken und ein Gesamtbild zu entwickeln, das den Bedarf der Vereine und der Sportlerinnen und Sportler in unserer Stadt ernst nimmt.“
Wichtig ist der SPD-Fraktion dabei auch die Beteiligung der Vereine. „Wir wollen keine Planung über die Köpfe der Betroffenen hinweg“, stellt Wiegmann klar. „Die Tennisvereine müssen von Anfang an eingebunden werden. Nur wenn ihre Erfahrungen und Bedürfnisse einfließen, entsteht am Ende eine Halle, die wirklich funktioniert.“
Die SPD-Stadtratsfraktion hofft, für ihren Antrag eine breite Unterstützung im Rat zu gewinnen. „Eine neue Tennishalle ist eine Investition in Sport, Gesundheit und Zusammenhalt in unserer Stadt“, fasst Sandra Primke zusammen. „Es geht um gute Bedingungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene – und darum, dass Lingen als Sportstadt attraktiv bleibt.“